Eng |

Glossar

Ad-hoc-Reporting

Beim Ad-hoc-Reporting geht es um Berichterstellung „aus dem Augenblick” heraus. Im Gegensatz zum Standard Reporting werden Berichte über Reporting-Tools oder OLAP-Analysen dann erstellt, wenn der Informationsbedarf dazu gegeben ist. Werden diese Informationen öfter benötigt, kann aus einem Ad-hoc-Reporting ein Standard-Bericht erzeugt werden (z.B. mit entsprechender inhaltlicher und optischer Aufwertung des Berichts).

Ampelfunktion

Die Ampelfunktion erlaubt eine optische Kennzeichnung von Werten und Intervallen anhand von Ampelfarben. Dabei steht die Farbe Rot für schlecht, die Farbe Gelb für mittel und die Farbe Grün für gut.

API (Application Programming Interface)

API steht für Application Programming Interface, auf Deutsch Programmierschnittstelle, und wird als Schnittstelle von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt. Eine gute API vereinfacht das Entwickeln eines Programms, indem sie alle Komponenten für das Erstellen bietet. Obwohl Application Programming Interfaces (API) für Programmierer entwickelt wurden, sind sie letztlich nützlich für jeden User, da sie sicherstellen, dass alle Programme, die eine gemeinsame API nutzen, ähnliche grafische Oberflächen haben werden. Dies erleichtert es den Anwendern neue Progamme zu erlernen.

Aspektorientierte Programmierung

Aspektorientierte Programmierung (AOP) strebt an verschiedene logische Aspekte einer Anwendung getrennt voneinander zu entwerfen, zu entwickeln und zu testen. Die getrennt entwickelten Aspekte werden dann zur endgültigen Anwendung zusammengefügt. Aspekte sind alle eigenständigen Anforderungen der Anwendung, die nicht einem einzigen Modul zugeordnet werden können sondern vielmehr von mehreren Modulen berücksichtigt werden müssen. Bei einer Lagerverwaltung zum Beispiel sind Bestandsverwaltung, Disposition und Nachschub mögliche Module. Aspekte sind z. B. Anforderungen wie Transaktionsverwaltung und Loggingverhalten, die für alle Module in der Lagerverwaltung gelten.

Archivierung und Elektronische Archivierung (Aufbewahrung)

Archivierung (Aufbewahrung) müsste im Bereich der IT genau genommen als elektronische Archivierung bezeichnet werden und umfasst sowohl die reine Aufbewahrung als auch die Archivierung. Reine Aufbewahrung bedeutet im weitesten Sinne Speicherung auf einem Medium (Plattenspeicher, Magnetband...) bzw. in einem System (Dokumentenverwaltungssystem) wobei das Originaldokument im Vordergrund steht. Archivierung ist an weitere Regeln gebunden wie Unveränderbarkeit, langfristige Wiederauffindbarkeit und Wiedergabefähigkeit. Die reine Sicherung von Daten auf einem kostengünstigen Medium wie sie etwa in einem Rechenzentrum üblich ist, sollte nicht Archivierung genannt werden, da hierbei der langfristige Aufbewahrungsaspekt nicht gegeben ist. Die sogenannte Aufbewahrungsfrist (Retentiontime) ist zum Archivierungszeitpunkt festzulegen und beinhaltet eine mögliche bzw. notwendige Vernichtung der Information zu gegebener Zeit, was wirtschaftlich bedeutsam ist. Archivgut sind Schriftstücke, Akten, Karten, Pläne, Siegel, Bild-, Film- und Tonmaterialien sowie sonstige, auch elektronisch gespeicherte Aufzeichnungen, die einen bleibenden Wert besitzen.

Backup & Recovery (Wiederherstellung von Daten, Datenrettung)

Backup & Recovery beschäftigt sich mit dem Erstellen von Sicherheitskopien und der Wiederherstellung (Datenrettung) verloren gegangener Daten. Für das Backup sind grundsätzlich zwei Wege möglich: Gesichert werden entweder bestimmte Dateien oder Images der ganzen Festplatte. Die erste Variante kommt oft im Zusammenhang mit transportablen USB-Festplatten oder (großen) USB-Stiften zum Einsatz. Der Vorteil ist, dass einzelne Dateien schnell und einfach wiederhergestellt werden können, sie liegen auf dem Backup-Medium als Datei vor, lassen sich also schnell zurückkopieren. Schwächen hat dieser Ansatz bei einem Totalausfall – bis der Rechner wieder läuft, muss man Betriebssystem und Programme neu installieren, erst dann kopiert man die persönlichen Daten zurück. Variante zwei nutzt spezielle Tools, die auf Blockebene, also unterhalb des Datei-Levels, aktiv sind. Sie kopieren eine Festplatte im Ganzen auf das Backupmedium. Fällt die Platte aus, wird das Image komplett auf die neue Platte kopiert, der Anwender kann sofort weiterarbeiten.
Eine Wiederherstellung (Datenrettung, Recovery)kann unter anderem nach individuellen, menschlichen Fehlern nötig werden, aber auch aufgrund defekter Speichermedien. Teilweise ist eine Wiederherstellung nur noch unter Zuhilfenahme weiterer technischer Maßnahmen möglich, zudem können Daten auch unwiederbringlich verloren sein. Technische Grundlage für viele Wiederherstellungsmaßnahmen (Recovery) ist die Tatsache, dass Dateien beim Löschen oder Formatieren bei den meisten Dateisystemen nicht wirklich gelöscht, sondern anfänglich lediglich „ausgeblendet“ werden. Die Daten selbst verbleiben jedoch physisch auf der Festplatte, bis der entsprechende Bereich mit neuen Daten überschrieben wird. Eine Ausnahme stellt das Löschen von Dateien über so genannte Eraser dar, die das Wiederherstellen der Daten unmöglich machen.

Balanced Scorecard

Das Balanced Scorecard Konzept ist eine Managementmethode, bei der die Aktivitäten eines Unternehmens im Hinblick auf seine Vision und Strategien analysiert werden, um den Führungskräften einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit und Effektivität der Organisation zu bieten. Die Balanced Scorecard fokussiert sich dabei nicht nur auf die Finanzperspektive, sondern berücksichtigt auch die menschlichen Aspekte als Treiber der Ergebnisse.

BAPI (Business Application Programming Interface)

Das BAPI (Business Application Programming Interface) ist eine Schnittstellen-Konvention der SAP AG um externen Programmen zu ermöglichen, komfortabel mit R/3 Modulen zu kommunizieren.

Berichtswesen

Das betriebliche Berichtswesen (auch Reporting) sind die Einrichtungen, Mittel und Maßnahmen eines Unternehmens zur Erarbeitung, Weiterleitung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen über den Betrieb in Form von Berichten. Als Berichte werden für eine übergeordnete Zielsetzung zusammengefasste Informationen verstanden.

Früher verstand man unter Berichten Auswertungen in gedruckter Form auf Papier. Heutzutage sind Berichte nicht mehr an dieses Medium gebunden: Sie können in Papier- und in elektronischer Form erstellt und genutzt werden.
Berichte unterstützen auf allen Ebenen die strategische und operative Unternehmensführung: Vom Top-Management über die Leitung der Unternehmensbereiche bis hin zu den einzelnen operativen Einheiten. Sie unterstützen die Zusammenarbeit mit Kunden und Geschäftspartnern, indem sie die wirtschaftlichen Grundlagen der Zusammenarbeit transparent machen. Sie dienen als Information der Anteilseigner, indem sie das bisher Erreichte und auch die Aussichten auf Wertsteigerung in der Zukunft darstellen.

BPMN (Business Process Modeling Notation)

Die Business Process Modeling Notation (BPMN, Modellierungsnotation für Geschäftsprozesse) ist eine grafische Spezifikationssprache in der Wirtschaftsinformatik. Sie stellt Symbole zur Verfügung, mit denen Fach- und Informatikspezialisten Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe (Workflows) modellieren und darstellen können.
Die BPMN wurde 2002 durch den IBM-Mitarbeiter Stephen A. White erarbeitet und später von der Business Process Management Initiative (BPMI), einer Organisation, die Standards im Bereich der Geschäftsprozessmodellierung definiert hatte, veröffentlicht. BPMN gilt ähnlich wie die Unified Modeling Language (UML) seit 2006 als offizieller Standard der OMG (Object Management Group).

Business Intelligence (BI)

Mit Business Intelligence können alle informationstechnischen Instrumente zusammen gefasst werden, die das Auswerten von unternehmensweit verfügbaren Daten unterstützen. Der Begriff und das Konzept BI - Business Intelligence wurden 1993 von der Gartner Group geprägt. BI beschreibt die Zugriffs- und Analysemöglichkeiten von Endanwendern auf im Unternehmen gespeicherte Daten und Informationen. BI Softwarelösungen umfassen Lösungen für Abfrage und Reporting, multidimensionale Analyse (OLAP) sowie Data Mining.

Business Intelligence Applikationen (BI Applications)

Unter BI Applications versteht man vorgefertigte Lösungen für die Extraktion, Transformation und Überführung von Daten in Data Warehouses und Data Marts auf Basis von SAP-Daten und anderen ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning; ETL-Tools) Ziel ist die Reduzierung des Entwicklungsaufwandes beim Aufbau von Data Marts oder Data Warehouses. Bestandteil der BI Applications sind auch Tools zur Auswertung dieser gebildeten Data Warehouses oder Data Marts.

Business Intelligence Plattform (BI Plattform)

Die klassische Business Intelligence Plattform besteht typischerweise aus fünf integrierten Komponenten. Hierzu zählen eine Lösung für die Informationsversorgung (Extrahieren, Transformieren und Laden von Daten – ETL-Tools), die einen Zugriff auf alle verfügbaren Datenquellen ermöglicht, sowie eine komfortable Oberfläche für das Verwalten der Meta-Daten von Data Warehouses oder Data Marts. Die darüber liegenden BI Services bestehen aus einer unterbehmensweit skalierbaren, Server-basierten Architektur, deren Kernmodule für Ad-hoc-Reporting,  OLAP-Analyse, Visualisierung sowie Data-Mining das gesamte Spektrum an Business Intelligence Funktionen umfassen. Ein vorkonfiguriertes BI-Portal stellt den Endanwendern eine Benutzeroberfläche zur Verfügung, die beliebig auf den jeweiligen Informationsbedarf angepasst werden kann. Darüber hinaus umfasst die BI Plattform mit BI Security eine über alle Komponenten hinweg durchgehende Lösung für die Informationssicherheit.

Business Intelligence Portal (BI Portal)

Ein BI Portal stellt den Anwendern unternehmensweites Know how auf einer einheitlichen Oberfläche zur Verfügung. Über das BI Portal können Anwender von einem einheitlichen Einstiegspunkt (Single Point of Entry) aus auf sämtliche Informationen zugreifen und durch Berichte navigieren, die für ihre Aufgaben relevant sind. Das BI Portal ist im Idealfall vorkonfiguriert und kann beliebig an den Informationsbedarf der Anwender angepasst werden.

Business Intelligence Software

Softwarelösungen, die zur Entscheidungsfindung im Unternehmen beitragen. Sie werden in Anwendungen wie Data Warehouses, Management-Informations-Systemen (MIS) oder Executive Information Systems (EIS) eingesetzt. BI Software soll Anwender dabei unterstützen, „Just.in-Time“-Informationen zur Steuerung von Geschäftsprozessen zu erhalten.

Business Intelligence Tools

Mit Business Intelligence Tools können die in den multidimensionalen Datenwürfeln (Power Cubes) enthaltenen Informationen analysiert und grafisch aufbereitet werden. Im Vordergrund steht dabei die Akzeptanz der BI Lösung bei den Anwendern. Die Erwartungen der Anwender unterscheiden sich dabei sehr stark je nach den individuellen Fähigkeiten (Erfahrung im Umgang mit Computern) und den Aufgaben (vom Top-Management bis hin zum operativen Controlling), die mit Hilfe des BI Tools bearbeitet werden sollen.

Business Modelling

Business Modelling oder auch Geschäftsprozessmodellierung ist die Ausrichtung von Geschäftsprozessen nach bestimmten Zielen (z.B. Gewinnmaximierung, Umsatzsteigerung). Geschäftsprozessmodellierung ist somit idealerweise auch Geschäftsprozessoptimierung. Durch den Eintritt in das Internetzeitalter richten viele Unternehmen ihre Prozesse auf die Rahmenbedingungen des E-Business aus. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung von übergreifenden Supply Chain Management Systemen. Andere Unternehmen nutzen moderne Technologien um Prozesse zu optimieren. Die Modellierung von Geschäftsprozessen geschieht oft unter Zuhilfenahme von Softwaretools und stützt sich idealerweise auch auf Ergebnisse aus BI-Lösungen.

Business Process Management (BPM)

Business Process Management (BPM) beschäftigt sich mit der Analyse, der Dokumentation, der Optimierung und der Automatisierung von Geschäftsprozessen mit Hilfe von Softwarelösungen. In der Planungsphase geht es beim Business Process Management (BPM) darum, die Geschäftsprozesse zu identifizieren. Dabei können entweder existierende Prozesse analysiert und dokumentiert oder komplett neu geplant werden. Die Geschäftsprozessmodellierung basiert auf standardardisierten Modellierungssprachen wie zum Beispiel ereignisgesteuerten Prozessketten oder UML-Aktivitätsdiagrammen. Vor der Umsetzung neuer oder umgestalteter Geschäftsprozesse in die Praxis bietet sich deren Prüfung hinsichtlich ihrer Zielerreichung (Kosten, Zeit und Qualität, aber auch Warendurchsatz, Ressourcenallokation o. Ä.) durch eine Simulation auf Basis der Prozessmodelle oder eine Prozesskostenrechnung an.

Changed-data Capture (Change Data Capture)

Changed-data Capture (CDC) ist der Prozess der Identifizierung und des Zugriffs auf relationale Datenbanken, bei dem nur hinzugekommene, modifizierte oder gelöschte Daten (seit der letzten Datenaktualisierung) berücksichtigt werden. Changed-data Capture (Change Data Capture) ist eine Schlüsseltechnik beim Verwalten eines Data Warehouse.

Checkout und Check-In (Aus- und Einchecken, Aktualisieren und Commit)

Checkout und Check-In (Aus- und Einchecken,  Aktualisieren und Commit) sind Begriffe aus der Versionsverwaltung . Eine Versionsverwaltung ist ein System, das zur Versionierung und Aktualisierung von Quelltexten verwendet wird. Hierzu werden Änderungen erfasst und alle Versionsstände der Dateien in einem Archiv mit Zeitstempel und Benutzerkennung gesichert. Die Versionsverwaltung ist eine Form des Variantenmanagements. Sie ermöglicht auf die aktuelle Version oder auf die archivierten Stände zuzugreifen. Mehrere Bearbeiter können gemeinsam auf ein Projekt zugreifen. In der Entwicklung von Software kann z.B. eine gleichzeitige Entwicklung mehrerer Entwicklungszweige (engl. Branches) eines Projektes (z. B. stabile Release-Version und Entwicklerversion mit größeren, nicht getesteten Änderungen) stattfinden: Hier wird der Entwickler bei der Übernahme von einzelnen Änderungen zwischen den Zweigen und der Hauptversion unterstützt.
Damit die eingesetzten Programme wie z. B. Texteditoren oder Compiler mit den im Repository (engl. Behälter, Aufbewahrungsort) abgelegten Dateien arbeiten können, ist es erforderlich, dass jeder Mitarbeiter sich den aktuellen (oder einen älteren) Stand des Projektes in Form eines Verzeichnisbaumes aus herkömmlichen Dateien erzeugen kann. Ein solcher Verzeichnisbaum wird als Arbeitskopie bezeichnet. Ein wichtiger Teil des Versionsverwaltungssystems ist ein Programm, das in der Lage ist, diese Arbeitskopie mit den Daten des Repositorys zu synchronisieren. Das Übertragen einer Version aus dem Repository in die Arbeitskopie wird als Checkout oder Aktualisieren bezeichnet, während die umgekehrte Übertragung Check-in oder Commit genannt wird.

Commerce Chain Management

Das Commerce Chain Management erweitert das Supply Chain Management um den Bereich der virtuellen Güter. Damit sind in der Wertschöpfungskette zusätzlich die „nicht-produzierenden“ Unternehmen wie z.B Banken, mit eingeschlossen

Compliance

Das Wort Compliance (englisch Einhaltung, Befolgung) bzw. Komplianz bezeichnet die Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien. Die Begriff Compliance ist im Zusammenhang mit dem Begriff Governance zu sehen, der das Thema um die Bereiche Controlling, Geschäftsprozesse und Management erweitert. Zu den Compliance Anforderungen in der IT gehören hauptsächlich Informationssicherheit, Verfügbarkeit, Datenaufbewahrung und Datenschutz. Unternehmen unterliegen zahlreichen rechtlichen Verpflichtungen, deren Nichteinhaltung zu hohen Strafen führen kann. EU-Richtlinien, internationale Konventionen, unternehmensinterne Konventionen und Handelsbräuche fügen weitere Regeln hinzu.

Content Management

Content Management beschäftigt sich mit dem Lebenszyklus digitaler Informationen in Form von Unterlagen und Dokumenten. Die digitalen Informationen - Text, Bild, Audio, Video - werden oft als Content (Inhalt) bezeichnet. Sie können als Dateien vorliegen, die einzeln verarbeitet werden oder auch als zusammenhängende Dateisysteme wie Webseiten (Hypertext) oder in strukturierter Form wie in Datenbanken.

Customer Relationship Management

Nur wer seine Kunden richtig kennt, kann sie richtig behandeln – so kann das CRM-Konzept auf den Punkt gebracht werden.  Immer mehr Unternehmen setzen Customer Relationship Management mit dem Ziel ein, ihre Marketingaktivitäten gezielt zu planen und sie möglichst ohne Streuverluste mit günstiger Kosten-Nutzen-Relation an ihre Zielgruppe zu bringen. Mit einer wirkungsvollen EDV-Unterstützung lassen sich die Kunden durch qualifizierte, maßgeschneiderte Aktionen ansprechen, halten und optimal bedienen. Hierbei liefert CRM den Entscheidern im Unternehmen die erforderlichen Informationen, die durch fundierte Analysen mit Data Warehouse und Data Mining Verfahren gewonnen werden.

Dashboard

Ein Dashboard ist ein Kennzahlen-Cockpit und visualisiert großer Mengen von meist verteilten Informationen in verdichteter Form, z. B. als Kennzahlen, Messpunkte oder Key Performance Indikatoren (KPI). Häufig zu finden ist die Darstellung von Kennzahlen als Ampel-, Tachometer- oder Thermometer-Darstellung. Ein Dashboard ist somit die technische Umsetzung eines Kennzahlensystems. Eine besondere Form des Kennzahlen-Cockpits stellen die Realisierungen einer Balanced Scorecard zur Unternehmenssteuerung dar.

Data Mart

Ein Data Mart ist im Gegensatz zu einem Data Warehouse keine unternehmensweite Datenbasis. Die Datenbasis beschränkt sich auf Unternehmensteile, z.B. auf Abteilungen, Bereiche, Produktsparten. Data Marts sind eine gute Möglichkeit, Bi Lösungen (Business Intelligence) anhand einer ausgewählten Datenbasis in kurzer Zeit zu implementieren.

Data Migration

Prozess des physischen Übertragens von Daten aus einer Datenumgebung in eine andere. Migration ist z.B. das Übertragen von Daten aus verschiedenen Datenquellen (z.B. Textdateien, Daten aus ERP-Systemen, Daten aus relationalen Datenbanken) in eine zentrale Datenbasis (z.B. mit Hilfe eines ETL-Tools) Migration ist aber auch das Übertragen von Daten von einer Plattform auf eine andere (z.B. von UNIX nach NT).

Data Mining

„Data Mining ist der Prozess des Entdeckens bedeutsamer neuer Zusammenhänge, Muster und Trends durch die Analyse großer Datensätze mittels Mustererkennung sowie statistischer und mathematischer Verfahren“ (Erick Brethenoux, Gartner Group). Data Mining Verfahren führen zu besseren Prognosen, differenzierteren Segmentierungen, Klassifizierungen und Bewertungen von Kundengruppen oder Märkten.

Data Transformation

Prozess der Datenmodifizierung während des Füllens des Data Warehouse oder der Data Migration. Eine Transformation findet z.B. statt, um die Datenstruktur zu verbessern, Daten zu aggregieren (z.B. Summenbildung) oder Daten von verschiedenen Plattformen anzupassen.

Data Warehouse

Von W. H. Inmon entwickeltes Konzept für die themenorientierte, integrierte, zeitbezogene und dauerhafte Sammlung von Informationen zur Entscheidungsunterstützung in Unternehmen. Ein Data Warehouse ist eine von den operationalen DV-Systemen isolierte Datenhaltung, die als unternehmensweite Datenbasis für alle Geschäftsbereiche dient, um die Entscheidungsfindung im Unternehmen zu unterstützen. Die Speicherung in einem Data Warehouse kann dabei in zwei grundsätzlichen Ausprägungen erfolgen: relational und/oder multidimensional. Die bestehenden Schwächen zum Aufbau eines Data Warehouse bei den dazu verfügbaren Datenbanksystemen mündeten in den von E.F. Codd entwickelten Ansatz des Online Analytical Processing (OLAP) und der Forderung, Informationen in multidimensionalen Datenbanksystemen zu speichern, um die notwendige Performance sicher zu stellen. Mittlerweile hat sich eine „Koexistenz “von relationalen und multidimensionalen OLAP-Anwendungen gebildet. (ROLAP und MOLAP) die in einem Data Warehouse parallel eingesetzt werden können.

Data Warehouse Management

Prozess des ständigen Überwachens des Data Warehouse. Dazu gehören das Füllen und Aktualisieren der Daten und das Datenbank-Management.

Datenbank

In einer Datenbank werden die Daten einerseits gesammelt, andererseits verwaltet, kontrolliert und von einem recht komplizierten Filter- und Sortiersystem miteinander in Verbindung gebracht. Damit ist bei möglichst nur einmaliger Erfassung einer Information ein schnelles Auffinden und/oder Sortieren in den verschiedensten Zusammenhängen möglich. Datenbanken sind die Grundlage der meisten komplexeren Erscheinungen in der heutigen Cyberwelt, z.B. von CD-Rom’s oder Suchmaschinen im Internet, aber natürlich auch der Zentralsysteme z.B. von Fluggesellschaften, Banken oder Versicherungen.

Datenbank Design

Das Datenbank Design beschreibt die Organisation der Daten in einer Datenbank auf einem von der Datenbank geforderten Level. Es umfasst die Aufteilung der Daten in Tabellen, Spalten und Datentypen. Das Design der Datenbank ist abhängig von den Anwendungen, die auf die Daten zugreifen. Ein Datenbank Design für ein Data Warehouse berücksichtigt z.B. die Forderungen nach hoher Performance (Tabellen werden denormailisiert) und vorberechneten Feldern (z.B. Jahresumsatz pro Verkäufer). Datenbank Design für operative Datenbestände (z.B. die Datenbank eines Buchungssystems) unterscheidet sich grundlegend vom Design für Data Warehouses oder Data Marts.

Datenbanksystem

Ein Datenbanksystem (DMBS) ist die Software, die die Speicherung, den Zugriff und das Management von Daten gewährleistet. Über das Database Management System (DBMS) sind Anwendungen in der Lage, Daten zu lesen, zu schreiben oder zu verändern.

Datenmodell

Das Datenmodell ist eine Beschreibung des Inhalts einer Datenbank. Zu dem Datenmodell gehört zum Beispiel die Beschreibung der Tabellen und der Relationen der Tabellen untereinander. Eine der bekanntesten Datenmodellierungstechniken ist „Entity Relationship Modelling“. Diese Technik identifiziert die Tabellen auf dem jeweiligen Business Level und ihre Verbindung untereinander.

Datenqualität

Die Datenqualität beschreibt die Tauglichkeit von Daten für verschiedene Anforderungen. Abhängig von den Anforderungen kann eine Datenbasis für eine Anwendung genügen, für eine andere nicht. Während des Aufbaus und Füllens eines Data Warehouse muss die Datenqualität überprüft und gegebenenfalls verbessert werden (z.B. durch das Füllen von leeren Datenfeldern oder das Korrigieren von Mehrfachschreibungen des gleichen Gegenstandes).

Datenspeicher

Ein Datenspeicher oder Speichermedium dient zur Speicherung von Daten beziehungsweise Informationen.

Decision Support System (DSS)

Ein Decision Support System ist ein Entscheiungsunterstützungssystem, das Lösungen für Abfrage und Reporting, multidimensionale Analyse (OLAP) sowie für Data Mining zur Verfügung stellt.

Digital Signature (Digitale Unterschrift)

Eine digitale Signatur (Unterschrift) identifiziert ein Dokument bzw. das Eigentum oder die Urheberschaft an einem Code eindeutig. Vorteil der digitalen Unterschrift ist, dass sie auf elektronischem Weg versendet werden kann und nicht auf Papier vorliegen muss. Eine Rechnung, die man bei einem Einkauf oder einer Buchung über das Internet erhält muss eine digitale Signatur besitzen, damit sie vom Finanzamt anerkannt wird.

Dimension

Dimensionen sind die Unterteilung von Geschäftsdaten nach verschiedenen „Blickwinkeln“. Wenn z.B. ein Anwender monatlich Umsatzsummen in den verschiedenen Verkaufsregionen und über die verschiedenen Verkaufsregionen und über die verschiedenen Produkte sehen will, können sich folgende Dimensionen ergeben:
  • Dimension Zeit: Unterteilt nach Jahren /ggf. auch Quartalen) und Monaten
  • Dimension Verkaufsregion: unterteilt nach Land, Vertretergebiet und Ort
  • Dimension Produkte: Unterteilt nach Produkttyp, -reihe und Produkt

Dimension Table

Eine Dimension Table ist eine Tabelle in einer Datenbank. Sie enthält Informationen über ausgegliederte Geschäftsinformationen innerhalb einer Dimension. So kann zum Beispiel die Tabelle Produkte die Informationen über Produkttyp, Produktreihe, Produkt und eindeutige Produktnummer in jedem Datensatz enthalten. Dimension Tables und Fact Tables bilden die Informationstabellen eines Star Schemas.

Document Management (Dokumentenmanagement, Dokumentenmanagementsystem)

Document Management (Dokumentenmanagementsystem) dient der datenbankgestützten Verwaltung elektronischer Dokumente. Man versteht darunter in Deutschland die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen. Die Abkürzung DMS steht für Dokumenten-Management-System und wird in einem erweiterten Sinn als Branchenbezeichnung verwendet. Inzwischen gilt Dokumentenmanagement als eine Komponente des übergreifenden ECM Enterprise Content Management. Immer häufiger werden Dokumentenmanagementsysteme als Informationsbasis für Organisationsprogramme eingesetzt. Die Erledigung von Geschäftsprozessen wird in unmittelbarem Zusammenhang mit den entsprechenden Dokumenten ermöglicht. Die dafür notwendige Information wird allen mit der Bearbeitung betrauten Stellen gleichzeitig gewährleistet. Die Erledigung der Aufgaben, Aufträge usw. wird damit in logischer und zeitlicher Abfolge (Workflow) unterstützt. Ein Berechtigungssystem, das die Zugriffe auf einzelne Dokumente und Geschäftsprozesse verwaltet, vermeidet einen möglichen Missbrauch.

DOLAP

Beim Desktop Online Analytical Processing (kurz DOLAP) befinden sich Daten sowie Auswertungs- und Präsentationssoftware im Arbeitsplatzrechner des Anwenders. Die Menge der analysierbaren Daten ist begrenzt, da sie über ein Netz aus dem Datenbestand des Unternehmens übertragen werden muss. Der Vorteil besteht darin, dass das Netz weniger beansprucht wird und der Anwender mobiler ist, da er nicht bei jeder Anfrage auf einen OLAP-Server zugreifen muss. DOLAP eignet sich daher für wenig umfangreiche Analysen mit klar abgegrenzter Aufgabenstellung.

Drill Down (Detaillieren)

Mit der OLAP-Funktion Drill Down kann der Anwender während einer interaktiven Datenanalyse auf detaillierte Daten der gerade betrachteten Dimension zugreifen. Man erzielt schnelle Antworten auf erfolgsentscheidende Fragen im Unternehmen durch einfaches navigieren auf verschiedenen Detaillierungsebenen.

Drill Through

Drill Through ist die Technik, von einer Datenquelle auf eine andere (meist detailliertere) zu verzweigen unter Mitgabe von verschiedenen Filtern.

Drill Up (Verdichten)

Drill Up ist das Gegenteil von Drill Down. Mit der Drill Up oder auch Roll-Up-Funktion greift man bei der interaktiven Datenanalyse von der gerade betrachteten Dimension auf stärker verdichtete Daten zu.

Echtzeit (real-time)

In der Informatik spricht man von Echtzeit (englisch: real-time), um sie von einer Modellzeit zu unterscheiden. Echtzeit bedeutet dabei die Zeit, die Abläufe in der realen Welt verbrauchen. Modellzeit hingegen bedeutet die von einer Software selbstverwaltete Laufzeit. Ist nun diese Modellzeit synchron zur Echtzeit, spricht man davon, dass das System echtzeitfähig ist.

ECM (Enterprise Content Management)

ECM (Enterprise Content Management) umfasst die Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen im Unternehmen. ECM beschäftigt sich in erster Linie mit unstrukturierten Inhalten, die auch als Dokumente oder Content bezeichnet werden. ECM (Enterprise Content Management) umfasst Informationstechnologien wie Dokumentenmanagement, Knowledge Management (Wissensmanagement), Workflow-Management, Archivierung, etc. und integriert die Host- und Client/Server-Welt mit Portal- und anderen Internet-Technologien. Ziel von ECM ist, Daten- und Dokumentenredundanz zu vermeiden (jede Information existiert nur einmal), den Zugriff einheitlich zu regeln, unabhängig von Quelle und Nutzung beliebige Informationen bereitzustellen und als Dienst allen Anwendungen gleichförmig zur Verfügung zu stellen.

E-Mail-Archivierung (Email Archivierung)

E-Mail-Management und E-Mail-Archivierung werden immer mehr zu einer Notwendigkeit. Zum einen wächst die Menge der E-Mails dramatisch an und belegt immer mehr Speicherplatz. Daneben haben aber E-Mails auch immer mehr Relevanz für das tägliche Geschäft. Kundenkorrespondenz, Serviceanfragen oder Auftragsbestätigungen werden per E-Mail abgewickelt. Diese Dokumente sitzen aber nur zu oft in der persönlichen Eingangsbox, statt der Kunden- oder Serviceakte beziehungsweise dem Bestellvorgang zugeordnet zu sein. Und nicht zuletzt haben E-Mails heute wie andere Dokumente rechtliche Relevanz. Alle E-Mails mit geschäftsrelevanten Informationen, sei es in der E-Mail, im Attachment oder hinter einem eingebetteten Link, sind Handelsbriefe und damit aufbewahrungspflichtig. Der Aufbewahrungspflicht kann durch spezielle Lösungen für die E-Mail-Archivierung nachgekommen werden. Sinnvoller ist aber das E-Mail-Management und die Erschließung der Information im Zusammenhang des Geschäftsvorgangs.

E-Mail-Management (Email Management)

E-Mail-Management und E-Mail-Archivierung werden immer mehr zu einer Notwendigkeit. Zum einen wächst die Menge der E-Mails dramatisch an und belegt immer mehr Speicherplatz. Daneben haben aber E-Mails auch immer mehr Relevanz für das tägliche Geschäft. Kundenkorrespondenz, Serviceanfragen oder Auftragsbestätigungen werden per E-Mail abgewickelt. Diese Dokumente sitzen aber nur zu oft in der persönlichen Eingangsbox, statt der Kunden- oder Serviceakte beziehungsweise dem Bestellvorgang zugeordnet zu sein. Und nicht zuletzt haben E-Mails heute wie andere Dokumente rechtliche Relevanz. Alle E-Mails mit geschäftsrelevanten Informationen, sei es in der E-Mail, im Attachment oder hinter einem eingebetteten Link, sind Handelsbriefe und damit aufbewahrungspflichtig. Der Aufbewahrungspflicht kann durch spezielle Lösungen für die E-Mail-Archivierung nachgekommen werden. Sinnvoller ist aber das E-Mail-Management und die Erschließung der Information im Zusammenhang des Geschäftsvorgangs.

End-to-End

End-to-End bezieht sich auf die vollständige Abbildung von Projekten, die einem Anwender eine einheitliche Lösung bieten. Im Bereich Data Warehouse ist eine End-to-End-Lösung ein Prozess mit folgenden Inhalten:
  • Konzipierung des Data Warehouse
  • Bildung des Data-Warehouse (inkl. Transformationsprozess)
  • BI Lösungen zur Auswertung des Data Warehouse
  • Web-Portal zur Präsentation

Enterprise Application Integration (EAI)

Enterprise Application Integration (EAI) bzw. Unternehmensanwendungsintegration (UAI) ist ein Konzept zur unternehmensweiten Integration der Geschäftsfunktionen entlang der Wertschöpfungskette, die über verschiedene Applikationen auf unterschiedlichen Plattformen verteilt sind, und die im Sinne der Daten- und Geschäftsprozessintegration verbunden werden können. EAI kann als Vorgänger der Serviceorientierten Architektur (SOA) verstanden werden. Die technologischen Konzepte der Anbindung der Anwendungslandschaft an eine zentrale Kommunikationskomponente, dem Message Broker, sind ähnlich. SOA geht jedoch etwas weiter als EAI und fordert von den angeschlossenen Applikationen das Service-Paradigma. Im Gegensatz zu anderen Integrationstechniken, wie der Funktionsintegration oder der Datenintegration, werden beim EAI-Ansatz die Implementationen der einzelnen Geschäftsfunktionen nicht verändert. Alle funktionalen Schnittstellen werden mittels Adaptern (Schnittstellenumsetzer) abstrahiert.
Wesentlich für diese Art der Integration, die man auch als lose gekoppelt (engl.: loosely coupled) bezeichnet, ist die strikte Trennung von Geschäftsprozesslogik und Geschäftsfunktionen. Dazu werden die einzelnen Geschäftsprozesse in Makro- und Mikroabläufe zerlegt.

Enterprise Service Bus (ESB)

Enterprise Service Bus (ESB) bezeichnet eine Kategorie von Softwareprodukten, die die Integration verteilter Dienste in der Anwendungslandschaft eines Unternehmens unterstützen. Wörtlich übersetzt dient ein Enterprise Service Bus also dazu, „mittels eines Datenbusses Dienste für ein Unternehmen zur Verfügung zu stellen“. Teilweise bezeichnet man mit Enterprise Service Bus auch die konkrete Infrastruktur für die Integrationoder einen bestimmten Architekturstil.

ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning)

Der Begriff Enterprise Resource Planning System (ERP-System) bezeichnet Softwarelösungen mit dem Schwerpunkt zur Abwicklung des internen betrieblichen Ablaufs (Warenwirtschaft, Lagerhaltung, Produktionsplanung, Finanzbuchhaltung und Personal), beispielsweise betriebwirtschaftliche Standard-Softwarepakete wie SAP R/3, Oracle Applications, BaaN oder Peoplesoft.

ETL-Tools (Extraction Transformation Loading)

ETL-Tools sind Werkzeuge, die den Prozess des Bildens eines Data Warehouse unterstützen. „Extraction“ ist das Entladen von Daten aus verschiedenen Datenquellen. „Transformation“ ist das Umwandeln entsprechend den Forderungen des Data Warehouse Modells und der zugrunde liegenden Datenbank (Data Transformation). „Loading“ ist das Laden der Daten in die entsprechende Datenbank.

Executive Information System

Ein Informationssystem für den Zugriff auf Unternehmensdaten und deren Analyse auf einem hohen Level (Management-Ebene).

Fact Table

Fact Tables sind der Kern eines Star-Schemas. Die Fact-Table enthält pro Zeile Informationen zu den Geschäftsereignissen (z.B. verkaufte Menge, Umsatz, in Euro). Jede Zeile enthält zudem Felder, die eine Verbindung zu den Dimension Tables herstellen (z.B. Produktnummer zur Tabelle „Produkte; Kundennummer zur Tabelle „Kunden“; Verkaufsdatum zu Tabelle „Zeit“). Fact Tables enthalten Informationen auf der niedrigsten Detallierungsebene.

Fat Client

Client/Server Konzept, bei dem der Client Verarbeitungsaufgaben in seinem Hauptspeicher und auf seinem Massenspeicher (Festplatte) vornimmt und die Ergebnisse darstellt (z.B. auf Bildschirm, Drucker) Der Server übernimmt nur Teilaufgaben (z.B. die Bereitstellung der Daten aus einer Datenbank) Damit sind Verarbeitungsgeschwindigkeit und –kapazität in starkem Maße von der Client-Konfiguration abhängig. Ein anderes Konzept ist der Thin Client.

Finanzplanung

Finanzplanung ist der Prozess der Erstellung eines Finanzplans eines Unternehmens. Das primäre Ziel der Finanzplanung besteht in der Kapitalbedarfsplanung und der Liquiditätsplanung. Aufgabe der Finanzplanung ist es, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die große Bedeutung der Finanzplanung ergibt sich daraus, dass ein Unternehmen von der Insolvenz (früher Konkurs) bedroht ist, wenn es seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Im Rahmen eines Finanzplanes werden die in der Zukunft erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen einander gegenübergestellt, um damit frühzeitig zukünftige Liquiditätslücken aufzudecken. So können rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens eingeleitet werden. Die Finanzplanung ist ein wesentlicher Bestandteil des Business Plans und Voraussetzung für die Förderung des Geschäftsvorhabens von Existenzgründern.

Front-End

Das Front-End ist die Benutzeroberfläche von Softwareprogrammen oder Webapplikationen. Das Front-End bezeichnet das letzte Glied in der Kette der Informationsgewinnung und-bereitstellung. Front-End-Tools sind Programme für den Einsatz am Arbeitsplatz und dienen der Bearbeitung und Darstellung von Informationen.

Gateway

Ein Gateway ist eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Computernetzen. Meist unter Zuhilfenahme von Umwandlungen (Übersetzung) von einem Netzwerkprotokoll, z.B. von TCP/IP nach SNA. Gateways funktionieren größtenteils bi-direktional.

GDPdU

GDPdU steht für „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“. Die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) enthalten Regeln zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen und zur Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen bei Betriebsprüfungen. Es handelt sich dabei um eine Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums, in dem dieses bestimmte Rechtsnormen aus der Abgabenordnung und dem Umsatzsteuergesetz zur digitalen Aufbewahrung von Buchhaltungen, Buchungsbelegen und Rechnungen konkretisiert. Die Anforderungen der GDPdU an die Aufbewahrung von beispielsweise Rechnungen im Sinne des UStG ("elektronische Abrechnungen") sind unter anderem:
  • Die Rechnung muss eine qualifizierte elektronische Signatur tragen,
  • der Empfänger muss die Signatur im Hinblick auf die Integrität der Daten und die Signaturberechtigung prüfen und das Ergebnis dokumentieren,
  • der Empfänger muss die Rechnung auf einem Datenträger speichern, der Änderungen nicht mehr zulässt,
  • der Empfänger muss den Eingang der Rechnung, ihre Konvertierung sowie die weitere Verarbeitung und Archivierung protokollieren,
  • der Empfänger muss sicherstellen, dass die Übertragungs-, Archivierungs- und Konvertierungssysteme den GoBS entsprechen.
Ähnliche Anforderungen gelten für die Aufbewahrung sonstiger aufbewahrungspflichtiger digitaler Unterlagen.

GoBS

GoBS steht für „Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme“. Die Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS) sind von der deutschen Finanzverwaltung durch Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 7. November 1995 aufgestellte Regeln zur Buchführung mittels Datenverarbeitungssystemen.
Die GoBS stellen eine Erläuterung zum Handelsgesetzbuch und zur Abgabenordnung in Bezug auf die ordnungsmäßige Behandlung elektronischer Dokumente dar.
In den GoBS wird die Behandlung aufbewahrungspflichtiger Daten und Belege in elektronischen Buchführungssystemen sowie in datensicheren Dokumentenmanagement- und revisionssicheren Archivsystemen geregelt. Die GoBS behandeln dabei auch Verfahrenstechniken wie Scannen und Datenübernahme. Ein wesentlicher Kernpunkt ist das sogenannte Interne Kontrollsystem (IKS). Die GoBS enthalten die Vorgaben für die Verfahrensdokumentation, die zum Nachweis des ordnungsmäßigen Betriebes des Systemes erforderlich ist.

Groupware

Als Groupware bzw. Gruppen-Software (auch kollaborative Software) bezeichnet man eine Software zur Unterstützung der Zusammenarbeit in einer Gruppe über zeitliche und/oder räumliche Distanz hinweg. Prominente Beispiele für Groupware sind E-Mail-Clients (vor allem solche mit zusätzlichen Funktionalitäten wie Kontaktverwaltung), Instant Messenger, Wikis und Workflow-Management-Systeme (zur Terminplanung).

Hochverfügbarkeit

Hochverfügbarkeit (engl. High Availability) bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, bei Ausfall einer seiner Komponenten einen uneingeschränkten Betrieb zu gewährleisten. Ein typisches Beispiel  für Hochverfügbarkeit ist die Ausführung mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung. Voraussetzungen für hohe Verfügbarkeiten sind:
  • schnell erreichbares Fachpersonal
  • Ersatzteilverfügbarkeit
  • umfangreiche vorbeugende Wartung
  • qualifiziertes Fehlermeldungs- und Kommunikationssystem

HOLAP (Hybride OLAP)

Das Hybrid Online Analytical Processing (HOLAP) ist eine Kombination aus ROLAP und MOLAP. Bei HOLAP befinden sich die gesamten Daten in einer relationalen Datenbank, und mit den häufig gebrauchten Informationen werden zusätzlich multidimensionale Datenwürfel (Power Cube) gebildet. Auf diese Weise arbeiten häufig vorgenommene Analysen mit MOLAP und kurzen Antwortzeiten; für seltenere Analysen wird auf das langsamere ROLAP-Verfahren zurückgegriffen.

Hub and Spoke (Nabe und Speiche)

Hub and Spoke steht für eine Data Warehouse Architektur, bei der die zur Verfügung stehenden Datenquellen im Data Warehouse aus einzelnen Datenquellen zusammen geführt, bereinigt und historisiert werden, um einen konsistenten Datenbestand des Unternehmens zur Verfügung zu stellen (Single Source of Truth). Aus dem konsistenten Datenbestand (Hub) werden in der Regel abteilungsbezogene Data Marts erzeugt.

Information Management (Informationsmanagement)

Information Management ist das Planen, Gestalten, Überwachen und Steuern von Informationen und Kommunikation im Unternehmen zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele. Ziel des Informationsmanagements ist es, eine Informationsinfrastruktur aufzubauen und so zu gestalten und zu nutzen, dass eine optimale Unterstützung der Informationsfunktion ermöglicht und ein optimaler Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet wird. Die IT wird dabei als Mittel zur Stärkung der strategischen Position des Unternehmens  gesehen und Information als unternehmerische Ressource betrachtet.

Information Model

Das Information Model ist ein Datenmodell, welches die geschäftsorientierte Sicht auf die Daten widerspiegelt. Es unterscheidet sich vom Datenbank Design, da dieses z.B. aus Performancegründen von der geschäftsorientierten Sicht abweicht.

Information Supply Chain

Die Information Supply Chain ist die Abfolge des Prozesses der Informationsgewinnung, - verarbeitung und -darstellung.

Internet

Das Internet ist ein weltweites, dezentral organisiertes Computernetz, das dem grenzübergreifenden Daten- und Informationsaustausch dient. Zu den vier wichtigsten Diensten zählen: E-Mail, das elektronische Bulletin Board USENET, auf das per Internet zugegriffen werden kann, FTP (File Transfer Protocol) und das World Wide Web.

Intranet

Ein Intranet ist ein lokales Netzwerk, das keine oder eine gesicherte Verbindung mit dem Internet hat, aber die gleichen Protokolle und Dienste verwendet. So können den Benutzern des Intranets innerhalb des Netzes alle Möglichkeiten und Dienste des Internets bereitgestellt werden, ohne Angriffe durch Hacker von außerhalb des Netzes ausgesetzt zu sein.

Java

Eine objektorientierte Programmiersprache von Sun Microsystems, die dazu geschaffen wurde, unabhängig von der verwendeten Hardware ausgeführt zu werden. Die ursprüngliche Intention war, eine Programmiersprache zur Programmierung von Microcontrollern (Chips in Alltagsgeräten oder Anlagen) zu erstellen. Java kann heute von den gängigen Internet-Browsern ausgeführt werden und gilt als sicherste Programmiersprache zur Erstellung von aktiven Inhalten oder Client/Server-Anwendungen.

Java Applets

Java Applets sind kleine, in der Programmiersprache Java geschriebene Programme, die häufig im www verwendet werden, um einer Web-Seite Interaktivität (Interaktiv) und multimediale Effekte zu verleihen. Java Applets werden von einem Server auf die lokalen Endgeräte geladen und kommen dort zur Ausführung.

JavaScript

Eine Script-Sprache, die in eine Web-Seite eingebettet werden kann und (ohne mit einem Server zu kommunizieren) mit dem Benutzer interagiert oder Inhalte ad hoc erstellen kann. Mit JavaScript kann z.B. auch das „Dynamic HTML“ realisiert werden, mit dem Animationen und Interaktivität auf einer Web-Seite erstellt werden können.

Java Servlet

Java Servlets sind Java Applets, die auf einem Server ausgeführt werden und dem Client als Ergebnis eine HTML-Seite generieren.

Kennzahlensystem (Kennzahlen-System)

Eine Kennzahlensystem (Kennzahlen-System) erlaubt es Teams und Taktiken an Strategien auszurichten, Ziele zusammenhängend zu kommunizieren und die Performance in Relation zu Zielen zu überwachen.
Die Balanced Scorecard wurde 1992 von Robert S. Kaplan und David P. Norton eingeführt und ist ein Kennzahlensystem zur Dokumentation der Ergebnisse aus Messungen der Aktivitäten eines Unternehmens im Hinblick auf seine Vision und Strategien, um den Führungskräften einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit und Effektivität der Organisation zu bieten. Das neue Element besteht darin, dass die Balanced Scorecard nicht nur auf die Finanzperspektive fokussiert, sondern auch die menschlichen Aspekte beinhaltet, die die Treiber für die Ergebnisse sind, so dass sich die Organisation auf ihre Zukunft und langfristigen Interessen konzentriert. Aufgrund ihrer flexiblen und damit umfassenden Gestaltungsmöglichkeit ist die Balanced Scorecard ein Instrument zur Einrichtung eines integrierten Managementsystems.

Key Performance Indikator (KPI)

Die KPI’s sind Schlüssel-Einflussfaktoren, die auf einem Berichtsbogen (Balance Scorecard) in Form von Messgrößen den Status anzeigen, inwieweit ein Unternehmen seine gesetzte Ziele erreicht. Beispiel für solche Leistungsindikatoren sind.
  • im Produktionsprozess: Die Ausschussmenge oder die Menge der erforderlichen Nacharbeiten
  • bei Versicherungen: der offene Bestand noch nicht bearbeiteter Ansprüche
  • im Marketing Management: der Marktanteil der eigenen Marke im Vergleich zu konkurrierenden Marken
  • in der Logistik: zeitgerechte Lieferungen

Klassifikation

Eine Klassifikation dient der Abgrenzung und Ordnung. In einer Dokumentenmanagementlösung kann beispielsweise eine digitale Akte den sofortigen Zugriff auf alle hinterlegten Informationen ermöglichen. Dazu werden die relevanten Dokumente mit Hilfe von OCR-Technologien erfasst. Die Daten werden automatisiert extrahiert, klassifiziert und zentral abgelegt. So kann der Anwender durch die Klassifikation von Dokumenten und Daten auf bestimmte Geschäftsvorfälle zugreifen oder gezielt z.B. Rechnungsdatum und Summe einsehen.

Komprimierung von Daten in Cubes

Beim Erzeugen der Cubes (Power Cube) werden die Informationen nicht auf Transaktionsebene im Cube gespeichert, sondern auf der untersten benötigten Ebene der später durchzuführenden Analyse. Werden beispielsweise nur Analysen auf Monatsebene durchgeführt, so werden die Datensätze auf Monatsbasis zusammengefasst und im Cube gespeichert.

LDAP

Das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) ist ein Anwendungsprotokoll aus der Computertechnik. Es erlaubt die Abfrage und die Modifikation von Informationen eines Verzeichnisdienstes (eine im Netzwerk verteilte hierarchische Datenbank) über das TCP/IP-Netzwerk.
LDAP basiert auf dem Client-Server-Modell und kommt bei sogenannten Verzeichnisdiensten (englisch directories oder directory services) zum Einsatz. Es beschreibt die Kommunikation zwischen dem sogenannten LDAP-Client und dem Verzeichnis-(Directory-)Server. Aus einem solchen Verzeichnis können objektbezogene Daten wie zum Beispiel Personendaten oder Rechnerkonfigurationen ausgelesen werden. Die Kommunikation erfolgt auf Basis von Abfragen.
Das Verzeichnis kann beispielsweise ein Adressbuch enthalten: In seinem E-Mail-Client stößt ein Nutzer die Aktion Suche die Mailadresse von Joe User an. Der E-Mail-Client formuliert eine LDAP-Abfrage an das Verzeichnis, das die Adressinformationen bereitstellt. Das Verzeichnis formuliert die Antwort und übermittelt sie an den Client: joe.user@example.org.
Mittlerweile hat sich im administrativen Sprachgebrauch eingebürgert, dass man von einem LDAP-Server spricht. Damit meint man einen Directory-Server, dessen Datenstruktur der LDAP-Spezifikation entspricht und der über das LDAPv3 Protokoll Daten austauschen kann.
Das Protokoll bietet alle Funktionen, die für eine solche Kommunikation notwendig sind: Anmeldung am Server (bind), die Suchabfrage (Suche mir bitte alle Informationen zum Benutzer mit dem Namen 'Joe User') und die Modifikation der Daten (Ändere das Passwort beim Benutzer Joe User).

Magnetische WORM Speicherung

Nur einmal beschreibbare magnetische Speichermedien werden WORM (Write once, read many) genannt und in der Archivierung von digitalen Informationen eingesetzt. WORM ist die Abkürzung für write once read multiple (times) (= "einmal beschreiben, mehrmals lesen"). Die WORM-Technologien haben alle als Aufgabe, Schreibschutz für die Speichermedien zu erzeugen; die so geschriebenen Daten sollen anschließend weder abgeändert noch überschrieben noch gelöscht werden können. Ein von vielen Anwendungsgebieten der WORM-Medien sind alle Arten von digitalen Archiven. Diese kommen bei großen Mengen an unveränderbaren Dokumenten zum Einsatz. Dabei erfordern Gesetze und Compliance-Regelungen wie SOX, GDPdU, Basel II etc. die Unveränderbarkeit der Dokumente.
Die magnetische WORM-Speicherung zeigt, dass magnetische Speichermedien trotz des Todes der Diskette keineswegs auf dem Rückzug sind. Im Bereich der elektronischen Archivierung bieten Produkte wie EMC Centera, NetApp Snaplock oder IBM DR550 einfache, kostengünstige und sichere Lösungen für einen schnellen Zugriff auf die archivierten Daten.

Management-Informationssystem (MIS)

Ein Management-Informationssystem (MIS) ist ein Informationssystem für den Zugriff und die Analyse von Unternehmensdaten auf einem hohen Level (Management-Ebene)

Mapping

Mapping ist der Prozess der Spezifizierung, der besagt, welche Datentransformationen (Data-Transformation) während des Füllens des Data Warehouse stattfinden sollen. Hier wird definiert, welchen Weg und welche Transformation einzelne Datenelemente von der Quelle durch den ETL-Prozess bis ins Ziel durchlaufen.

Meta-Daten

Meta-Daten sind Informationen über Daten. Sie beschreiben z.B. den Aufbau, die Elemente, die Eigenschaften der Elemente einer Datenbank oder eines Data Warehouse oder auch bestimmte Geschäftsregeln. Gespeichert werden die Meta-Daten oftmals in einem Repository in Form von Datenbanktabellen.

Microsoft SharePoint Integration

urch Microsoft Share Point Integration können die Mitarbeiter eines Unternehmens innerhalb einer Dokumenten  oder Business Process Management Lösung in Ihrer gewohnten Office Umgebung weiterarbeiten. Dies begünstigt die Akzeptanz durch die Benutzer und minimiert Schulungskosten.
Microsoft Office SharePoint Server ist eine Serveranwendung und Bestandteil des Microsoft Office Systems. Microsoft Office SharePoint Server hilft die Zusammenarbeit von Mitarbeitern zu vereinfachen und Features zur Inhaltsverwaltung bereitstellen, z.B. durch Speicherung von Dokumenten des Teams, der Abteilung oder der Organisation in Bibliotheken.
Microsoft SharePoint Integration ermöglicht es Unternehmen, SharePoint-Content zu erfassen und in Übereinstimmung mit den geltenden Richtlinien und geschäftlichen Anforderungen zentralisiert zu verwalten. Microsoft SharePoint Integration erfasst Content bereits bei dessen Erstellung, lagert ihn auf das entsprechende Speichermedium aus und verwaltet ihn sofort unter Berücksichtigung der Richtlinien hinsichtlich Archivierung.

Middleware

Middleware sind Computerprogramme, die eine Anwendung verwenden können, um Dienste der Plattform in Anspruch zu nehmen. Eine Middleware kann z.B. eine Datenbank-Engine sein, die Datenbankdienste via API für Applikationen zur Verfügung stellt. Häufig verwendete Begriffe im Kontext: Hardware, Software, Firmware.

MOLAP (Multidimensionales OLAP)

Multidimensionales OLAP (MOLAP) basiert nicht auf SQL, sondern bedient sich eigener Programmierschnittstellen. Dadurch können die Grenzen von Standard SQL überschritten werden und zahlreiche analytische Funktionen am Server selbst durchgeführt werden.

Multidimensionale Daten

Multidimensionale Daten sind nach vielfältigen Kriterien auswertbare Daten. Daten können z.B. gleichzeitig nach Umsatz je Produkttyp und -reihe, je Verkaufsregion, je Kundentyp und in einem bestimmten Zeitraum analysiert werden.

Multidimensional Expressions (MDX)

Multidimensional Expressions (MDX) ist eine Datenbanksprache für OLAP-Datenbanken. Sie wurde von Microsoft vorangetrieben und etabliert sich als Industriestandard. MDX wurde wesentlich von Mosha Pasumansky entwickelt. MDX ist insgesamt sehr komplex und mächtig. Von akademischer Seite wird an MDX die Kritik angebracht, dass es keine vollständige Definition der Sprache gibt und es nur scheinbar auf SQL aufbaut. MDX wird als standardisierte Abfragesprache von OLE DB for OLAP (ODBO) und XML for Analysis verwendet.

Near-time

Als Neartime-Daten bezeichnet man Daten, die nicht originär vorliegen, andererseits aber noch eine hohe Aktualität besitzen. Es besteht zwar die Gefahr, dass die originären Daten sich gegenüber den Neartime-Daten bereits verändert haben, die Wahrscheinlichkeit dafür wird aber als gering oder irrelevant eingestuft. Der Begriff Neartime suggeriert zwar eine zeitliche Nähe, jedoch kann sich die konkrete Ausprägung je nach Kontext erheblich unterschieden. Börsenberichtserstattung zum Beispiel darf nur wenige Sekunden Verzögerung aufweisen, um als "neartime" gelten zu dürfen, Berichterstattung zum Beispiel im Rahmen von Kriegshandlungen wie den Golf-Kriegen gilt auch mit Verzögerungen von Stunden als "neartime".
Neartime-Daten finden sich oft in dispositiven Systemen. Man trennt diese von den operativen Systemen, um den Geschäftsbetrieb nicht durch Auswertungen, die zeitgleich auf den gleichen Datenbeständen laufen, zu behindern. Da die Datenübertragung in der Regel nur zu bestimmten Zeitpunkten stattfindet, liegen auf dispositiven Systemen oft nur Neartime-Daten vor. Die Daten in operativen Systemen werden hingegen auch als Realtime-Daten bezeichnet, weil sie zu jedem Zeitpunkt die aktuellen darstellen.

Non-volatile

Non-volatile meint nicht veränderlich. Entsprechend den Regeln für ein Data Warehouse sollen dessen Daten nicht veränderlich sein. Das heißt, die Daten werden nicht im laufenden verändert (wie bei Produktionsdatenbanken) sondern nur durch den Prozess des Füllens oder Updatens des Data Warehouse.

OCR Texterkennung, OCR Scanner, OCR Scan

OCR Texterkennung oder auch Optische Zeichenerkennung (Abkürzung OCR von englisch Optical Character Recognition) beschreibt die automatische Texterkennung einer gedruckten Vorlage. Ursprünglich wurden zur automatischen Texterkennung eigens entworfene Schriftarten entwickelt, die zum Beispiel für das Bedrucken von Scheckformularen verwendet wurden. Diese Schriftarten waren so gestaltet, dass die einzelnen Zeichen von einem OCR-Lesegerät schnell und ohne großen Rechenaufwand unterschieden werden konnten. So zeichnet sich die Schriftart OCR-A (DIN 66008, ISO 1073-1) durch einander besonders unähnliche Zeichen, besonders bei den Ziffern, aus. Die gestiegene Leistungsfähigkeit moderner Computer und verbesserte Algorithmen erlauben inzwischen auch die Erkennung von „normalen“ Druckerschriftarten bis hin zu Handschriften (etwa bei der Briefverteilung).
Eine Sonderform der Texterkennung ergibt sich beispielsweise bei der automatischen Verarbeitung des Posteinganges großer Firmen. Für das Sortieren der Belege muss nicht immer der gesamte Inhalt analysiert werden. Es reicht manchmal schon, die groben Merkmale, etwa das charakteristische Layout von z.B. Formularen zu erkennen. Die Klassifikation bestimmter Textarten erfolgt wie bei der OCR über eine Mustererkennung, die sich jedoch global auf das gesamte Blatt oder definierte Stellen anstelle einzelner Buchstaben bezieht.

OLAP

OLAP steht für Online Analytical Processing. Mit Online Analytical Processing (OLAP) bezeichnet man die Analyse und Auswertung von multidimensional aufbereiteten Daten (Multidimensionale Daten), um Informationen für Unternehmensentscheidungen zu gewinnen. OLAP strukturiert Daten auf hierarchische Weise und erlaubt in der Regel sowohl Einzel- als auch Trendanalysen sowie die Zusammenfassung und Rotation von Daten für Vergleichsberechnungen.
OLAP beschreibt auch eine Kategorie von Werkzeugen (OLAP-Werkzeuge), die aus dem Datenbestand eines Unternehmens geschäftsrelevante mehrdimenionale Datenverknüpfungen extrahieren und deren Analyse aus verschiedenen Blickwinkeln (Dimensionen) ermöglichen. Dazu wird zunächst ein Extrakt aus der relationalen Datenbank entnommen, in eine denormalisierte Form gebracht und in einem multidimensionalen Datenwürfel (Power Cube) abgelegt. Auf diesen lassen sich mit den entsprechenden Werkzeugen die oben beschriebenen Analysen ausführen.

OLAP-Werkzeuge

Unter OLAP-Werkzeugen (OLAP= Online Analytical Processing) versteht man nutzerseitige Programmpakete (Front-End-Tools) die den Abfrage- und Analyseprozess vorstrukturieren und automatisieren.

Operational Datastore

Unter der Begriff Operational Datastore versteht man einfache Kopien operationaler Datenbanken mit oder ohne Zeitstempel (in den Datensätzen). Diese sind im Gegensatz zu Data Warehouses oder Data Marts noch nicht subjektorientiert, sondern wie das operative Quellsystem noch transaktionsorientiert. Data Warehouses werden oftmals aus diesen Operational Datastores unter Verwendung von Data Transformation gefüllt.

Operative Systeme (OLTP)

Operative Datenbanksysteme unterstützen in Form des Online Transaction Processing (OLTP) die Abwicklung von Interaktionen (z.B. Akquisition) und Transaktionen (z.B. Verkauf von Produkten und Dienstleistungen) mit Marktpartnern. Sie eignen sich häufig nicht dazu, entscheidungsrelevante Informationen zu liefern, um managementorientierte Fragestellungen zu beantworten. Insbesondere die Anforderungen der analytischen und planerischen Aufgabenstellung können OLTP-Systeme nur schwer erfüllen, da sie für derartige Fragestellungen nicht konzipiert wurden. Dies äußert sich zum Beispiel dadurch, dass sie für einen schnellen Schreib- nicht aber für einen schnellen Lesezugriff optimiert sind.

WORM

WORM ist die Abkürzung für write once read multiple (times) (= "einmal beschreiben, mehrmals lesen"). WORM bezieht sich meist auf in der IT verwendeten Speichermedien, die nur einmal mit Daten beschrieben werden können, um sie danach beliebig oft auszulesen. Die WORM-Technologien haben alle als Aufgabe, Schreibschutz für die Speichermedien zu erzeugen; die so geschriebenen Daten sollen anschließend weder abgeändert noch überschrieben noch gelöscht werden können.
Ein von vielen Anwendungsgebieten der WORM-Medien sind alle Arten von digitalen Archiven. Diese kommen bei großen Mengen an unveränderbaren Dokumenten zum Einsatz. Dabei erfordern Gesetze und Compliance-Regelungen wie SOX, GDPdU, Basel II etc. die Unveränderbarkeit der Dokumente.
Zu unterscheiden sind TrueWORM und SoftWORM. Von TrueWORM spricht man, wenn die Write-Once-Eigenschaft physikalisch gegeben ist. Hierbei werden im Inneren des Mediums durch einen Laserstrahl entweder Vertiefungen oder Blasen erzeugt. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder verändert werden. Beispiele für einmal beschreibbare Speichermedien sind die CD-R oder DVD±R.
Mit Soft WORM werden im Allgemeinen Systeme bezeichnet, deren Software oder Verwaltungssoftware die Write-Once-Eigenschaft erzeugen. Da aber Software leichter manipulierbar ist als Hardware, halten einige SoftWORM-Systeme für revisionssichere Langzeitarchivierung nur unter Auflagen für geeignet. Systeme, bei denen eine Firmware oder ein speziell eingerichtetes Laufwerk benutzt werden (wie z.B. bei WORM-Tape, WORM-Raid) gelten technisch als sicherer.

Zero Footprint Client

Zero Footprint ist ein Browser-basierter Zugriff auf Applikationssserver, um eine reibungslose, optimale Interaktion mit einer reinen HTML-Lösung zu ermöglichen. Mit dem Einsatz von Web-Browser-Funktionen wird der Schulungsaufwand reduziert, und mit Zero Footprint Clients entfällt der Verteilungsaufwand für Software. Dadurch ist eine Lösung mit der Installation am Server theoretisch weltweit nutzbar.

Volatile

Volatile ist das Gegenteil von Non-volatile. Volatile bezeichnet das Ändern der Daten (in Transaktionssystemen) zur Laufzeit.

Workflow Management ( Work flow Management)

Workflow Management ist die elektronische Ausführung von Geschäftsprozessen. Aufgabe des Workflow Management ist es, auf Basis einer Spezifikation für die Ausführung von Arbeitsabläufen mithilfe von IT-Systemen zu sorgen. Das Work flow Management ist eine Möglichkeit Geschäftsprozessmanagement technologisch zu unterstützen. Mit der Einführung von Workflow Management werden meist folgende Ziele verfolgt: Vereinheitlichung von Prozessen und Verbesserung der Prozessqualität, Reduzierung von Arbeitszeit und Kosten, Verbesserung der Informationsverfügbarkeit, Reduzierung von Medienbrüchen, Erhöhung der Prozesstransparenz.

Versionierung (Versionsverwaltung)

Eine Versionsverwaltung ist ein System, das zur Versionierung und Aktualisierung von Quelltexten verwendet wird. Hierzu werden Änderungen erfasst und alle Versionsstände der Dateien in einem Archiv mit Zeitstempel und Benutzerkennung gesichert. Die Versionsverwaltung ist eine Form des Variantenmanagements. Sie ermöglicht auf die aktuelle Version oder auf die archivierten Stände zuzugreifen. Für Versionsverwaltungssysteme sind die Abkürzungen VCS (Version Control System) oder SCM (Source Code/Control Managementsystem) gebräuchlich. Zu den wichtigsten Eigenschaften der Versionsverwaltung  gehört, dass jederzeit nachvollzogen werden kann, wer wann was geändert hat. Versehentliche Änderungen können jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Es ist jederzeit möglich, auf alle ausgelieferten Versionen zuzugreifen. Mehrere Bearbeiter können gemeinsam auf ein Projekt zugreifen. In der Entwicklung von Software kann z.B. eine gleichzeitige Entwicklung mehrerer Entwicklungszweige (engl. Branches) eines Projektes (z. B. stabile Release-Version und Entwicklerversion mit größeren, nicht getesteten Änderungen) stattfinden: Hier wird der Entwickler bei der Übernahme von einzelnen Änderungen zwischen den Zweigen und der Hauptversion unterstützt.

Damit die eingesetzten Programme wie z. B. Texteditoren oder Compiler mit den im Repository (engl. Behälter, Aufbewahrungsort) abgelegten Dateien arbeiten können, ist es erforderlich, dass jeder Mitarbeiter sich den aktuellen (oder einen älteren) Stand des Projektes in Form eines Verzeichnisbaumes aus herkömmlichen Dateien erzeugen kann. Ein solcher Verzeichnisbaum wird als Arbeitskopie bezeichnet. Ein wichtiger Teil des Versionsverwaltungssystems ist ein Programm, das in der Lage ist, diese Arbeitskopie mit den Daten des Repositorys zu synchronisieren. Das Übertragen einer Version aus dem Repository in die Arbeitskopie wird als Checkout oder Aktualisieren bezeichnet, während die umgekehrte Übertragung Check-in oder Commit genannt wird.
Es gibt drei Arten der Versionsverwaltung, die älteste funktioniert lokal, also nur auf einem Computer, die nächste Generation funktionierte mit einem zentralen Archiv und die neueste Generation arbeitet verteilt, also ohne zentrales Archiv. Allen gemein ist, dass die Versionsverwaltungssoftware dabei üblicherweise nur die Unterschiede zwischen zwei Versionen speichert, um Speicherplatz zu sparen. Die meisten Systeme verwenden hierfür ein eigenes Dateiformat oder eine Datenbank. Dadurch kann eine große Zahl von Versionen archiviert werden. Durch dieses Speicherformat kann jedoch nur mit der Software des Versionsverwaltungssystems auf die Daten zugegriffen werden, die die gewünschte Version bei einem Abruf unmittelbar aus den archivierten Versionen rekonstruiert.

Virtualisierung

Virtualisierung bezeichnet Methoden, die es erlauben, Ressourcen eines Computers (insbesondere im Server-Bereich) zusammenzufassen oder aufzuteilen. Primäres Ziel ist, dem Benutzer eine Abstraktionsschicht zur Verfügung zu stellen, die ihn von der eigentlichen Hardware – Rechenleistung und Speicherplatz – isoliert. Eine logische Schicht wird zwischen Anwender und Ressource eingeführt, um die physischen Gegebenheiten der Hardware zu verstecken. Dabei wird jedem Anwender (so gut es geht) vorgemacht, dass er (a) der alleinige Nutzer einer Ressource sei, bzw (b) werden mehrere (heterogene) Hardwareressourcen zu einer homogenen Umgebung zusammengefügt. Die für den Anwender unsichtbare bzw. transparente Verwaltung der Ressource ist dabei in der Regel die Aufgabe des Betriebssystems. Ziel ist Hardware und Betriebskosten zu senken.

Total Cost of Ownership (TCO)

Der Begriff Total Cost of Ownership wurde von der Gartner Group geprägt. Die Gartner Group fordert, dass beim Feststellen der wirklichen Kosten des verteilten Computing alle Faktoren berücksichtigt werden müssen. Der Begriff Total Cost of Ownership entspricht in etwa den Gesamtbetriebskosten. Dazu zählen die Beschaffungskosten, der technische Support, die Administration und die Operationen im Endbenutzerbereich.

UStG §14

Der Paragraph §14 des UStG legt die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Ausstellung von Rechnungen fest. Die folgenden Inhalte wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.

UStG §14
(1) Rechnung ist jedes Dokument, mit dem über eine Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet wird, gleichgültig, wie dieses Dokument im Geschäftsverkehr bezeichnet wird. Rechnungen sind auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Empfängers auf elektronischem Weg zu übermitteln. (1)

(2) Führt der Unternehmer eine Lieferung oder eine sonstige Leistung nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 aus, gilt Folgendes:
1.  führt der Unternehmer eine steuerpflichtige Werklieferung (§ 3 Abs. 4 Satz 1) oder sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück aus, ist er verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen;
 2.  führt der Unternehmer eine andere als die in Nummer 1 genannte Leistung aus, ist er berechtigt, eine Rechnung auszustellen. Soweit er einen Umsatz an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen oder an eine juristische Person, die nicht Unternehmer ist, ausführt, ist er verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen. Eine Verpflichtung zur Ausstellung einer Rechnung besteht nicht, wenn der Umsatz nach § 4 Nr. 8 bis 28 steuerfrei ist. § 14a bleibt unberührt.
 Unbeschadet der Verpflichtungen nach Satz 1 Nr. 1 und 2 Satz 2 kann eine Rechnung von einem in Satz 1 Nr. 2 bezeichneten Leistungsempfänger für eine Lieferung oder sonstige Leistung des Unternehmers ausgestellt werden, sofern dies vorher vereinbart wurde (Gutschrift). Die Gutschrift verliert die Wirkung einer Rechnung, sobald der Empfänger der Gutschrift dem ihm übermittelten Dokument widerspricht. Eine Rechnung kann im Namen und für Rechnung des Unternehmers oder eines in Satz 1 Nr. 2 bezeichneten Leistungsempfängers von einem Dritten ausgestellt werden.

(3) Bei einer auf elektronischem Weg übermittelten Rechnung müssen die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit des Inhalts gewährleistet sein durch
1.  eine qualifizierte elektronische Signatur oder eine qualifizierte elektronische Signatur mit Anbieter-Akkreditierung nach dem Signaturgesetz vom 16. Mai 2001 (BGBl. I S. 876), das durch Artikel 2 des Gesetzes vom 16. Mai 2001 (BGBl. I S. 876) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, oder
 2.  elektronischen Datenaustausch (EDI) nach Artikel 2 der Empfehlung 94/820/EG der Kommission vom 19. Oktober 1994 über die rechtlichen Aspekte des elektronischen Datenaustauschs (ABl. EG Nr. L 338 S. 98), wenn in der Vereinbarung über diesen Datenaustausch der Einsatz von Verfahren vorgesehen ist, die die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit der Daten gewährleisten. (3)
 
(4) Eine Rechnung muss folgende Angaben enthalten:
1.  den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
 2.  die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
 3.  das Ausstellungsdatum,
 4.  eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
 5.  die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
 6.  den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung; in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1 den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt, (4)
 7.  das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,
 8.  den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt, und
 9.  in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers.
 In den Fällen des § 10 Abs. 5 sind die Nummern 7 und 8 mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Bemessungsgrundlage für die Leistung (§ 10 Abs. 4) und der darauf entfallende Steuerbetrag anzugeben sind. Unternehmer, die § 24 Abs. 1 bis 3 anwenden, sind jedoch auch in diesen Fällen nur zur Angabe des Entgelts und des darauf entfallenden Steuerbetrags berechtigt.

(5) Vereinnahmt der Unternehmer das Entgelt oder einen Teil des Entgelts für eine noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung, gelten die Absätze 1 bis 4 sinngemäß. Wird eine Endrechnung erteilt, sind in ihr die vor Ausführung der Lieferung oder sonstigen Leistung vereinnahmten Teilentgelte und die auf sie entfallenden Steuerbeträge abzusetzen, wenn über die Teilentgelte Rechnungen im Sinne der Absätze 1 bis 4 ausgestellt worden sind.

(6) Das Bundesministerium der Finanzen kann mit Zustimmung des Bundesrates zur Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens durch Rechtsverordnung bestimmen, in welchen Fällen und unter welchen Voraussetzungen 1.  Dokumente als Rechnungen anerkannt werden können,
 2.  die nach Absatz 4 erforderlichen Angaben in mehreren Dokumenten enthalten sein können,
 3.  Rechnungen bestimmte Angaben nach Absatz 4 nicht enthalten müssen,
 4.  eine Verpflichtung des Unternehmers zur Ausstellung von Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis (Absatz 4) entfällt oder
 5.  Rechnungen berichtigt werden können.

Time-to-Market

Time-to- Market bedeutet schnell reagieren auf die Entwicklung des Marktes und auf die Anforderungen/Bedürfnisse der Kunden.

Time-variant

Daten in einem Data Warehouse sollten zeitunabhängig gespeichert werden. Das bedeutet, dass in einem Data Warehouse auch historische Daten über mehrere Zeiträume gehalten werden. Im Gegensatz dazu reflektieren Daten in operationalen Datenbanken oftmals nur einen bestimmten (z.B. den jeweils gegenwärtigen) Zeitpunkt. In einem tima-varianten Data Warehouse müssen die Daten demzufolge einen „Zeitstempel“ haben, um eine Auswertung über Zeiträume zu gewährleisten.

System Dimensionierung

Die System Dimensionierung dient dazu, eine Lösung sowohl performant wie auch wirtschaftlich sinnvoll auszulegen und Kunden- bzw Sicherheitsrestriktionen zu berücksichtigen.

Thin Client

Der Thin Client ist ein Client/Server Konzept, bei dem der Client Verarbeitungsaufgaben definiert und an den Server sendet. Die Abarbeitung erfolgt dann auf dem Server. Die Ergebnisse werden an den Thin Client zurück geschickt und auf diesem dargestellt. Damit sind Verarbeitungsgeschwindigkeit und-kapazität nur wenig von der Client-Konfiguration abhängig. Mit Hilfe des Thin Client lassen sich TCO (Total Cost of Ownership) senken. Ein anderes Konzept ist der Fat Client.

Sub Query

Eine Sub Query ist eine Unterabfrage, ausgehend von einer übergeordneten Abfrage. Wenn z.B. eine Abfrage (per SQL in einer Datenbank) Kunden selektiert, kann die Unterabfrage selektieren, dass nur Kunden gesucht werden, die ein bestimmtes Produkt mehrfach gekauft haben. In einem Reporting-Tool kann eine Sub Query die Möglichkeit bieten, innerhalb eines Reports Daten nach verschiedenen Gesichtspunkten zu filtern.

Summary Table

Eine Summary Table enthält aggregierte (aufsummierte) Daten, die in den Fact Tables gespeichert werden. Enthält die Fact Table Daten auf Tagesbasis, so kann z.B. der monatliche Umsatz pro Verkäufer schon während der Bildung des Data Warehouse berechnet werden. Summary Tables können aber auch Durchschnittswerte oder Anzahlberechnungen enthalten. Summary Tables werden genutzt, um Speicherplatz zu sparen (es müssen nicht alle Transaktionsdaten vorgehalten werden) und um Auswertungen performanter zu gestalten (Aggregationen müssen nicht erst zur Laufzeit vorgenommen werden).

Storage

Storage ist innerhalb der IT die englische Bezeichnung für Datenspeicher. Ein Datenspeicher oder Speichermedium dient zur Speicherung von Daten beziehungsweise Informationen.

Subjektorientiert (Subject-oriented)

Daten in einem Data Warehouse sollten subjektorientiert gespeichert werden. Das bedeutet, die Daten werden entsprechend den Geschäftsregeln organisiert (z.B. nach Kunden, Produkten und Regionen in verschiedenen Tabellen).

Standard-Reporting

Unter Standard-Reporting versteht man das Auswerten von Daten mittels vorgefertigter Berichte. Der Vorteil dieser Berichte ist eine einheitliche Datenberechnung, ein einheitliches Berichtsdesign und die Zeitersparnis, da nicht jeder Nutzer diese Berichte erneut zusammenstellen muss. Standardberichte sind z.B. monatliche Umsatzberichte. Der Gegensatz zum Standard-Reporting ist das Ad-hoc-Reporting.

Star Schema

Ein Star Schema ist eine Datenbankstruktur, die Fakten- und Dimensionstabellen  enthält. Dabei steht die Tabelle mit den Fakten (auch Transaktionsdaten genannt) im Mittelpunkt, und alle Dimensionstabellen sind über Primary Keys (Primärschlüssel) mit der Faktentabelle verbunden. Stellt man ein solches Design grafisch dar, ergibt sich ein Diagramm, das an einen Stern („Star“) erinnert.

Software Lifecycle Management (Lifecycle Application Management)

Software Lifecycle Management (Application Lifecycle Management) ist eine Kombination aus Betreiberdienstleistungen für Applikationen und der Betreuung von Anwendungssystemen über deren gesamten Lebenszyklus. Mangelhafte Routinen und das nachträgliche Ausbessern von Software-Applikationen ziehen in Wirtschaft und Industrie oftmals negative Folgen nach sich. Der Lifecycle Ansatz zielt zudem auf eine bessere Automation, Integration und Kollaboration der Testprozedere und Standards, um Fehler möglichst zeitnah während der Entwicklung erkennen zu können und die Fehlerbehebungszeit zu verringern. Software Lifecycle Management sollte alle Bereiche umfassen, von der Entwicklung über das Testing bis hin zum Produktivbetrieb, um eine maximale Effizienzsteigerung zu erzielen. Im Zuge dieser Betreuung findet in der Regel eine umfassende Anwenderbetreuung und eine Weiterentwicklung der betreuten Software statt. Die langen Vertragslaufzeiten, die Vergabe über Ausschreibungen, der häufig auftretende Übergang von Personal und die SLA-Basierung (SLA: Service-Level-Agreement, Dienstgütevereinbarung) führen zu einer Zuordnung des Application Managements zum Bereich des IT-Outsourcings: Der Kunde gibt neben seiner applikationsbetriebenen Infrastruktur die Pflege und Betreuung seiner Anwendungen (Application Support) und die Anwenderunterstützung (First & Second Level Support) in die Hände eines externen Dienstleisters.

SQL

SQL steht für Structured Query Language, standardisierte Abfragesprache für „relationale Datenbanken“.

Snowflake

Ein Snowflake-Schema ist ein erweitertes Star Schema, bei dem Dimensionstabellen noch mit weiteren Tabellen verbunden sind. Grund für dieses Design ist, die Dimensionstabellen entsprechend ihrer hierarchischen Struktur zu normalisieren (z.B. je eine Tabelle für Produkttyp, Produktreihe und für Produkt). Stellt man ein solches Design grafisch dar, ergibt sich ein Diagramm, das an eine Schneeflocke („Snowflake“) erinnert.

SOA (Service Oriented Architectur)

Serviceorientierte Architektur (SOA), engl. service-oriented architecture, auch dienstorientierte Architektur, ist ein Ansatz der Informationstechnik aus dem Bereich der verteilten Systeme, um Dienste von Mitarbeitern und Organisationen zu strukturieren und zu nutzen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Orientierung an Geschäftsprozessen, deren Abstraktionsebenen die Grundlage für konkrete Serviceimplementierungen sind: „Vergib einen Kredit“ ist beispielsweise auf einer hohen Ebene angesiedelt, dahinter verbirgt sich bei einem Bankunternehmen mehrere Prozesse auf niedriger Abstraktionsebene wie „Eröffnen eines Kontos“ oder „Trag den Kunden ins Kundenverzeichnis ein“. Durch Zusammensetzen (Orchestrierung) von Services niedriger Abstraktionsebene können mit einer SOA so recht flexibel und unter Ermöglichung größtmöglicher Wiederverwendbarkeit Services höherer Abstraktionsebenen geschaffen werden. Bei einem Versandhändler. Kann es z.B.folgende Prozessschritte geben: Erfassung – Verfügbarkeitsprüfung – Bonitätsprüfung – Bestellung – Kommissionierung – Versand – Rechnungsstellung – Zahlungseingang. Die Abfolge muss nicht so sequentiell erfolgen wie dargestellt. Geschäftsprozessschritte können scheitern. Mangelnder Bestand, fehlende Bonität und ausbleibender Zahlungseingang führen zu Verzweigungen, die entsprechend abweichende Vorgehensweisen erfordern. Auch die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Geschäftsprozessschritte – beispielsweise Versand und Rechnungsstellung – ist möglich. Wichtig ist jedoch, dass beispielsweise die Bonitätsprüfung immer dieselbe ist, auch wenn sie von unterschiedlichsten Prozessen oder sogar Firmen (z.B. Finanzdienstleister) genutzt wird. Damit werden wichtige Ziele von SOA wie zum Beispiel leichtere Pflegbarkeit, bessere Durchgängigkeit und mehr Einheitlichkeit erreicht: Ein einmal implementierter Dienst kann auf Dauer erhalten bleiben, er muss nicht immer wieder angefasst werden, wenn sich Geschäftsprozesse ändern, wodurch Aufwand gespart und Fehler vermieden werden. Entscheidet sich das Unternehmen, die Bonitätsprüfung in andere Hände zu legen, so muss die Infrastruktur diesen Dienst nur bei einem anderen Anbieter aufrufen. Sonst ändert sich nichts weiter.
Ziel ist hierbei das langfristige Senken von Kosten in der Softwareentwicklung (Die Kosten der n-ten mit SOA realisierten Anwendung gehen gegen null, da bereits alle nötigen Services vorhanden sind und diese nur noch orchestriert werden müssen) sowie das Erreichen einer höheren Flexibilität der Geschäftsprozesse durch Wiederverwendung bestehender Services, was für Unternehmen im heutigen Geschäftsumfeld von essentieller Natur ist.

Scorecard

Eine Scorecard  (Scorecarding System oder auch Kennzahlen-System) erlaubt es Teams und Taktiken an Strategien auszurichten, Ziele zusammenhängend zu kommunizieren und die Performance in Relation zu Zielen zu überwachen.
Die Balanced Scorecard wurde 1992 von Robert S. Kaplan und David P. Norton eingeführt und ist ein Konzept zur Dokumentation der Ergebnisse aus Messungen der Aktivitäten eines Unternehmens im Hinblick auf seine Vision und Strategien, um den Führungskräften einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit und Effektivität der Organisation zu bieten. Das neue Element besteht darin, dass die Balanced Scorecard nicht nur auf die Finanzperspektive fokussiert, sondern auch die menschlichen Aspekte beinhaltet, die die Treiber für die Ergebnisse sind, so dass sich die Organisation auf ihre Zukunft und langfristigen Interessen konzentriert. Aufgrund ihrer flexiblen und damit umfassenden Gestaltungsmöglichkeit ist die Balanced Scorecard ein Instrument zur Einrichtung eines integrierten Managementsystems.

Slice and Dice

Slice and Dice ist eine Funktionalität von OLAP, um aus einer multidimensionalen Datenmenge (Multidimensionale Daten) eine Schicht gesondert zu betrachten, d.h. „herauszuschneiden“ (Slice) und sie zur Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln „rotieren“ zu lassen (Dice).

Rotation

Unter Rotation versteht man das „Drehen“ von Daten. Diese Drehung verändert den Blickwinkel auf die Daten (Slice and Dice).

SAP ArchiveLink®

SAP ArchiveLink® ist eine in die Basiskomponente des SAP R/3-Systems integrierte Kommunikationsschnittstelle zwischen den R/3-Anwendungskomponenten und externen Ablagesysteme oder allgemeine Desktopapplikationen. In einer modernen IT-Infrastruktur werden Dokumente in einer Vielzahl von Quellen erzeugt. Neben der manuellen Erstellung durch Mitarbeiter wird ein großer Teil der Unternehmensdokumente im ERP-System generiert, beispielsweise im Rahmen des Rechnungsausgangs oder einer Rechnungseingangsverarbeitung mit OCR. Die SAP ArchiveLink® Schnittstelle ermöglicht es, die so erzeugten Dokumente in eine unternehmensweite Enterprise-Content-Management-Strategie zu integrieren.

ROLAP (Relationales OLAP)

Bei ROLAP-Abfragen wird direkt auf die relationale Datenbank – und damit auf den gesamten Datenbestand – zugegriffen. Über eine grafische Oberfläche werden normale SQL-Abfragen generiert. Durch den direkten Zugriff auf große Datenmengen ist unter Umständen mit langen Antwortzeiten  zu rechnen. Bei den beiden Varianten ROLAP und MOLAP sind Geschwindigkeit und Datenaktualität die zentralen Fragen.

Roll up

Mit Roll up wird festgelegt, wie Daten in einem Cube (Powercube) zusammengefasst werden. Am häufigsten ist die Methode „Summierung“. Denkbar sind aber auch Durchschnitts-, Minimums- oder Maximumsbildung etc.

Return On Investment (ROI)

Return on Investment (deutsch Kapitalverzinsung oder Kapitalrendite, kurz ROI) bezeichnet ein Modell zur Messung der Rendite des eingesetzten Kapitals. Der ROI beschreibt als Oberbegriff für Renditekennzahlen sowohl die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, kurz ROE) als auch die Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, kurz ROA oder RONA). Die Kennzahl wurde 1919 von Donaldson Brown, einem Ingenieur des Unternehmens Du Pont de Nemours, definiert. Return on Investment  (ROI) zur Beurteilung von Einzelinvestitionen unterscheidet sich zur ursprünglichen Variante nach DuPont hauptsächlich dadurch, dass nicht das Gesamtkapital eines Unternehmens betrachtet wird, sondern Einzelinvestitionen im Rahmen unternehmerischer Tätigkeit. Grundsätzlich ist eine Berechnung des ROI immer nur dann interessant, wenn die Investition auch zum Unternehmenserfolg beitragen kann, d.h. dass eine Amortisation innerhalb der Nutzungsdauer erreicht wird. Nun muss beispielsweise in der Informations- und Kommunikationsbranche der Umstand berücksichtigt werden, dass die Nutzungsdauer für Hard- und Softwareprodukte vergleichsweise niedrig ist, in der Regel für drei Jahre angesetzt wird. Somit gilt die Faustregel, dass nur Investitionen mit einer Amortisation von unter drei Jahren vorteilhaft sind. Wird eine Gewinnschwelle sogar innerhalb von 12 Monaten erreicht, so ist die Investition budgetneutral. Der ROI drückt somit das Verhältnis aus dem erwarteten Mehrwert und den Kosten einer Investition aus. Sofern die Investitionskosten angegeben sind, wird eine Aussage über den betriebswirtschaftlich interessanten Totalerfolg zu einem bestimmten Zeitpunkt getroffen. Dadurch können Schlüsse bezüglich der Dauer der Amortisation gezogen werden.

Revisionssicherheit (revisionssichere Archivierung)

Der Begriff Revisionssicherheit bezieht sich auf die revisionssichere Archivierung für elektronische Archivsysteme, die in Deutschland den Anforderungen des Handelsgesetzbuches (§§ 239, 257 HGB), der Abgabenordnung (§§ 146, 147 AO), der Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS) und weiteren steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Vorgaben entsprechen. Der Begriff revisionssichere Archivierung wurde 1992 von Ulrich Kampffmeyer geprägt und vom Fachverband der Dokumentenmanagementbranche, Verband Organisations- und Informationssysteme (VOI) in einem Code of Practice im Jahr 1996 allgemeingültig veröffentlicht. Revisionssicherheit im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung bezieht sich dabei nicht nur auf technische Komponenten sondern auf die gesamte Lösung. Revisionssicherheit schließt sichere Abläufe, die Organisation des Anwenderunternehmens, die ordnungsgemäße Nutzung, den sicheren Betrieb und den Nachweis in einer Verfahrensdokumentation ein. Wesentliches Merkmal revisionssicherer Archivsysteme ist, dass die Informationen datenbankgestützt wieder auffindbar, nachvollziehbar, unveränderbar und verfälschungssicher archiviert sind. Revisionssichere Archivierung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Compliance von Informationssystemen.

Reporting

Unter Reporting versteht man die Gesamtheit der Methoden und Techniken für die betriebliche Berichterstellung. Reporting umfasst sowohl die Berichterstellung auf relationale Datenbanken als auch das multidimensionale Reporting auf OLAP-Datenbanken.

Repository

Als Repository bezeichnet man eine (unternehmensweite) Informationsquelle (üblicherweise eine Datenbank), welche die Informationen enthält, die die Daten in den einzelnen betrieblichen Datenbanken beschreiben (Meta-Datenbank). Das Repository beinhaltet auch Informationen über verschiedene Versionen und Konfigurationen. Vorteile eines Repository ist eine einheitliche Datenbasis für alle Entwicklungsprojekte in einem Betrieb.

Release Management

Release Management ist ein Prozess, der sich ursprünglich aus den Erfahrungen des Produkt Managements der Software-Industrie ableitete, welcher die Bündelung von Konfigurations-Änderungen zu einem Release oder Versionspaket und deren ordnungsgemäße Eingliederung in der Infrastruktur sicherstellte. Das Release Management hat zur Aufgabe, sicherzustellen, dass eine neue Anforderung oder die Veränderung einer Anforderung mit einem vertretbaren Risiko in der geforderten Zeit erfolgreich umgesetzt werden kann. Anpassungen an sich ständig verändernde äußere Anforderungen erfordern eine permanente Neukonfiguration der Systeme, die die zugrunde liegenden Prozesse steuern. Gleichzeitig erhöht sich in einer komplexen Umgebung das Risiko, lebenswichtige Geschäftsprozesse durch Fehlkonfiguration zu stören, unvorhergesehen zu beeinflussen oder ganz zum Stillstand zu bringen. Das Release Management hat die Aufgabe, die Risiken der Unterbrechung von Geschäftsprozessen bei Konfigurationsänderungen bestehender Systeme, die durch schlecht geplante oder nicht ausreichend getestete Systemkonfigurationen hervorgerufen werden, zu mindern.

Replikation

Replikation ist der Prozess des Kopierens von Daten aus einer Datenquelle in eine andere. Dabei werden oftmals auch Data Transformation Funktionen genutzt. Es ist möglich, dass die Datenquelle und das Datenziel bei der Replikation verschiedene Datenbanktypen sind (heterogene Replikation). Replikationen können auch bi-direktional sein, das heißt, die Datenquellen werden dann wechselseitig abgeglichen.

Rechnungseingangsverarbeitung (Rechnungsverarbeitung, Rechnung)

Bei der automatisierten Rechnungseingangsverarbeitung werden die Eingangsrechnungen zentral per Scanner erfasst, in elektronische Form überführt und automatisch klassifiziert. Durch diese frühe Archivierung erhalten eingehende Rechnungen einen hohen Grad an Automatisierbarkeit. Zur Verarbeitung der Eingangsrechnungen können buchungsrelevante Daten über vorhandene Informationssysteme extrahiert und direkt zur Buchung an die Buchhaltung übergeben bzw. gemäß der Unterschriftenregelung zuvor geprüft werden. Das Rechnungsdokument wird revisionssicher im Archiv abgelegt. Eine elektronische Rechnungsverarbeitung kann Durchlaufzeiten enorm reduzieren, Skontierungen können besser ausgeschöpft werden.

Relationale Datenbank

Eine Relationale Datenbank ist eine Datenbank, bei der die Speicherung der Informationen in Tabellen und Spalten vorgenommen wird. Die Verbindungen zwischen den Tabellen (und damit die Möglichkeit der Datenauswertung über mehrere Tabellen hinweg) erfolgt über Schlüsselfelder.

Query

Query (Abfrage) bezeichnet den Prozess der Kommunikation mit einer Datenbank. Eine Query besteht aus Kommandos, die von der jeweiligen Datenbank interpretiert und ausgeführt werden können. Das Ergebnis einer Quary können Datenbankinhalte oder auch Änderungen in der Datenbankstruktur sein.

Real-time (Echtzeit)

In der Informatik spricht man von Real-time (Echtzeit), um sie von einer Modellzeit zu unterscheiden. Real-time bedeutet dabei die Zeit, die Abläufe in der realen Welt verbrauchen. Modellzeit hingegen bedeutet die von einer Software selbstverwaltete Laufzeit. Ist nun diese Modellzeit synchron zur Echtzeit, spricht man davon, dass das System echtzeitfähig ist.

Power Cube

Ein Power Cube ist eine Datei (oder mehrere Dateien) in der für OLAP-Abfragen optimiert alle Daten eines OLAP-Cubes gespeichert sind.

Projektmanagement (Projekt Management)

Projektmanagement (Projekt Management) bedeutet, ein Projekt zu führen, zu koordinieren, zu steuern und zu kontrollieren. Für die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes müssen Projektvorgaben und Teilziele durch das Projektmanagement (Project Management) klar festgelegt und verbindlich kommuniziert werden. Der Projektverlauf sollte zu jedem Zeitpunkt für jeden Projektbeteiligten transparent gehalten und Risiken rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Verantwortung muss personifiziert werden. Mit der Projektdurchführung kann eine einzige, aber auch mehrere tausend Personen befasst sein. Entsprechend reichen die Werkzeuge des Projektmanagements von einfachen To-Do-Listen bis hin zu komplexen Organisationen mit ausschließlich zu diesem Zweck gegründeten Unternehmen und massiver Unterstützung durch Projektmanagementsoftware. Daher ist eine der Hauptaufgaben des Projektmanagements vor Projektbeginn die Festlegung, welche Projektmanagementmethoden in genau diesem Projekt angewendet und gewichtet werden sollen. Eine Anwendung aller Methoden in einem kleinen Projekt würde zur Überadministrierung führen, also das Kosten-/Nutzenverhältnis in Frage stellen.

Performance

Die Leistungsfähigkeit (Performance) von Lösungen wird durch die Schnelligkeit bzw. die Durchsatzrate der zu verarbeitenden Daten beschrieben. Neben der Geschwindigkeit spielt aber auch die Zuverlässigkeit eine Rolle für die Performance des Systems. Die Performance z.B. einer OLAP-Anwendung (OLAP) bezieht sich z.B. auf:
  • Dauer der Erstellung der OLAP-Daten (Power Cube)
  • Dauer der OLAP-Abfragen

Planning

Planning Systeme ermöglichen eine transparente Planung mit hinsichtlich aller Steuerungsgrößen wie z.B Produkte, Geschäftsbereiche oder Vertriebskanäle innerhalb eines strukturierten Prozesses. Planning Systeme verkürzen den Zeitaufwand für den Planungsprozess um etwa 50% und ermöglichen eine hohe Aktualität durch eine rollierende Planung.

Optische Speicherung (Optischer Speicher)

Unter optischen Speichern (Optische Platten) versteht man auswechselbare Massenspeicher, die durch optische Abtastung (meist mittels Laser) gelesen und/oder beschrieben werden können.
Die bekanntesten Medien zur optischen Speicherung sind die CD/CD-ROM und deren Weiterentwicklung, die DVD. Daneben wurden jedoch noch diverse andere Medien und auch die Hybridvariante der Magneto-optischen Speicher entwickelt. Diese haben jedoch heute in der Praxis eine geringere Bedeutung. Nur einmal beschreibbare optische Speichermedien werden WORM (Write once, read many) genannt und in der Archivierung von digitalen Informationen eingesetzt.

Parametrisierter Report

Standard-Bericht (Standard-Reporting), der beim Aufruf die Eingabe von Parametern zum individuellen Filtern der Daten verlangt. Dies hat den Vorteil, dass verschiedene Auswertungsaspekte mit einem einzigen Berichtsdokument abgedeckt werden können, anstatt für jeden Aspekt ein eigenes zu erstellen. Im Gegensatz zu Ad-hoc-Reporting bietet ein parametrisierter Report eine enge Benutzerführung, so dass vom Endanwender keine Kenntnisse zum Erstellen von Ad-hoc-Reports erforderlich sind.

ISR ist Partner von:

Veranstaltungen

IBM Information Management Forum 2012

mehr...

Webinare

Aktuelle Stellenangebote

mehr...

ISR TechNews

mehr...

Glossar

mehr...
Manager Login